📄Hier ist der Spielbericht vom gestrigen Meisterschaftsspiel

💥Johannes Hofmanns Schuss ins Fußball-Glück! Hart erkämpfter 2:1-Sieg zur Meisterschaft – Entscheidung in der 88. Minute – Freudentaumel im Waldstadion

Am Samstagnachmittag gegen 16.50 Uhr brachen im Gießener Waldstadion nach dem Schlusspfiff von Schiedsrichter Reimund aus Zwingenberg alle Dämme. Die erneut mehr als 1000 Zuschauer feierten stehend den 2:1-Sieg ihres FC Gießen über den Gast aus Lohfelden und gleichzeitig die Meisterschaft in der Lotto-Hessenliga verbunden mit dem erneuten Aufstieg in die Regionalliga Südwest. Auf dem Rasen wurden Freudentänze vollführt und die obligatorischen Bierduschen verabreicht, während das anwesende HR-Fernsehen Siegerinterviews durchführte. Die Freude über den souverän errungenen Meistertitel war grenzenlos.

Das Spiel, das diesen Jubelarien voraus ging, war nichts für schwache Nerven. Trainer Daniyel Cimen schickte eine für viele Anhänger unerwartete Elf zu Spielbeginn aufs Feld, indem er Timo Cecen, Markus Müller, Cem Kara und Noah Michel, die bisher zusammen mehr als 40 Treffer erzielt hatten, auf die Bank verbannte und Damian Marceta als einzige Spitze aufbot. Auf dem glatten Rasen im Waldstadion waren die Gäste im Gegensatz zur Heimmannschaft von Beginn an hellwach und kamen bereits in der 2. Minute durch Tjarde Bandowski zu einer Riesenchance, als der dicht vor Torwart Löhe auftauchte, aber an diesem scheiterte.

In der Folgezeit zeigten sich die Lohfelder enorm bissig und präsent und gewannen viele Zweikämpfe gegen die oft lethargisch wirkenden Hausherren. Der Führungstreffer zum 0:1 kam deshalb nicht unerwartet, fiel allerdings nach einem groben Fehler von Torwart Frederic Löhe, der einen Rückpass schlampig annahm und es Nasuf Zukorlic so ermöglichte, den Ball an ihm vorbei ins lange Eck zu platzieren. In der Folgezeit gelang unserem FC wenig und die Gäste konnten immer wieder die wenig druckvollen Aktionen der Hausherren auch mit einer geschickt agierenden Fünfer-Kette abfangen. Die anfangs einzig nennenswerte Angriffsaktion brachte Damian Marceta zustande (15.), der allerdings von einem Abwehrspieler abgeblockt wurde.

Erst ab der 20. Minute wurden die Angriffe des FC druckvoller und so kam erneut Damian Marceta in der 24. Minute zu einer Tormöglichkeit für den Spitzenreiter, als er eine Flanke nicht ganz erreichen konnte. Sonst ging kaum Torgefahr vom Gastgeber aus, da viele Zuspiele zu ungenau waren und die hohen Hereingaben immer wieder von der kopfballstarken Innenverteidigung der Gäste abgewehrt werden konnten. Man konnte von Glück sprechen, dass bei einem der gefährlichen Gästeangriffe nicht das 0:2 fiel, als Tjarde Bandowski aus 16 m (30.) nur die Torlatte traf.

Durch ständiges Spiel in die Breite gelang es dem FC in der gesamten 1. Hälfte nicht, gegen gut verschiebende Gäste Offensivspieler – sofern welche vorhanden waren – in Tornähe anzuspielen und Torgefahr heraufzubeschwören. Allen fachkundigen Zuschauern war zur Halbzeit klar, dass mit dem FSC Lohfelden eine harte Nuss zu knacken war und dass sich an der Spielweise der Heimmannschaft etwas ändern musste!
Nach der Pause nahm dann Trainer Cimen die dringend notwendigen personellen Wechsel vor und brachte Timo Cecen und Markus Müller für Barbaros Koyuncu und Erdinc Solak aufs Feld, agierte somit nun mit zwei Spitzen. Aber auch zu Beginn der zweiten Hälfte war eine Verunsicherung des Spitzenreiters festzustellen, was sich unter anderem durch katastrophale Fehlpässe dokumentierte.

Dann allerdings mit einem Fernschuss von Routinier Michael Fink als Signal wurde auf einmal zum Angriff geblasen (54.), Und schon in Minute 57 war der Ausgleich da! Nach einer perfekten Flanke von Alban Lekaj von links hatte sich Damian Marceta etwas nach rechts von seinem Gegenspieler abgesetzt und köpfte ungedeckt zum 1:1 in die Maschen. Nun nahm das Angriffspiel unseres FC, angetrieben vom sehr agilen Timo Cecen, Fahrt auf. Einen kapitalen Fernschuss von Ricardo Antonaci konnte der Gästetorwart nur noch knapp über die Latte bugsieren (58.)

Damian Marceta traf in Minute 64 nur das Außennetz. Der Druck der Heimmannschaft wurde nun immer stärker und die Gäste konnten sich kaum mehr aus ihrer Hälfte befreien. 69. Min.: Torwart hält Müller-Kopfball aus 5 m. 74. Min.: Marceta-Kopfball knappp vorbei. 77. Min.: Tolle Torwart–Parade mit einer Hand bei Fink-Seitfallzieher.

Mit der Einwechslung von Cem Kara für Brian Mukasa zog Trainer Cimen dann seine letzte Offensiv-Option und man sah den FC jetzt nur noch im Vorwärtsgang, um die ersehnte Meisterschaft zu vollenden. Nachdem Gästetorwart Maximilian Zunker auch eine Kara-Granate aus 18 m entschärft (80.) und Timo Cecen (82.) knapp vorbei gezielt hatte, sanken die Hoffnungen auf einen Sieg immer mehr. Dann aber in der 88. Minute wurde Johannes Hofmann zum Helden des Tages: Nach einer schönen Kombination kam der Lollarer Blondschopf aus 12 m im Strafraum an den Ball und vollstreckte mit einem unhaltbaren Schuss ins lange Eck zum 2:1. Nun kannte der Jubel keine Grenzen. Fast in letzter Minute war der heißersehnte Sieg gegen einen aufopferungsvoll kämpfenden Gegner eingefahren worden und die Siegesfeiern konnten endlich beginnen!

Nach Spielende überreichte der Hessische Verbandsfußballwart Jürgen Radeck aus Ortenberg bei der Ehrung des Meisters des Hessenliga 2018/19 neben dem Verbandswimpel auch den neu geschaffenen Meister-Wanderpokal und gab seiner Hoffnung Ausdruck, dass der FC Gießen als Sympathieträger der mittelhessischen Region auch in der Regionalliga Südwest Fuß fassen werde und erneut viele Fans den Weg in Gießener Waldstadion finden würden. Er dankte allen Verantwortlichen für die erfolgreiche Arbeit und gab seiner Freude Ausdruck, dass mit dem Waldstadion in Gießen wieder ein neuer attraktiver Spielort in Mittelhessen geschaffen worden sei.

Für den FC Gießen Teutonia 1927 VfB 1900, vormals SC Teutonia Watzenborn-Steinberg, bedeutet das die zweite Hessenmeisterschaft innerhalb von drei Jahren. Ein stolzer Erfolg.
Bei aller Freude über die Meisterschaft beginnt allerdings nun die harte Arbeit für die Verantwortlichen, eine schlagkräftige Mannschaft für die Regionalliga zusammenzustellen und die Spielstätte konkurrenzfähig herzurichten. Dafür wünschen alle Anhänger eine glückliche Hand und viel Erfolg!

Text: Reinhard Schmandt
Foto: Florian Ku

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