Ein verschenkter Sieg

FC erreicht trotz engagierter Leistung nur Remis – Unglückliches Eigentor – Später Ausgleich durch Kapitän Koutny – Erstmals unter 1000 Zuschauer

Beim Schlusspfiff von Schiedsrichter Brombacher (Wittlingen) überwog die Erleichterung, dass es noch gelungen war, ein schon verloren geglaubtes Spiel noch auszugleichen. Gleichzeitig machte sich aber auch die Einsicht breit, dass man einen durchaus machbaren Sieg gegen einen nicht überragenden Gegner leichtfertig aus der Hand gegeben hatte. Dabei war die vom FC gezeigte Leistung durch aus respektabel, aber in einem Spiel auf bescheidenem Regionalliga-Niveau brachte ein unglückliches Eigentor die Mannschaft in der ersten Hälfte um die Früchte ihres Einsatzes, und zudem waren die Angriffsbemühungen zu harmlos, um mehr als den Ausgleich zustande zu bringen. So tritt man mit einem Punkt mehr immer noch auf der Stelle und muss umso stärker um den Klassenerhalt bangen.

Vor knapp 900 Zuschauern – Minusrekord für diese Saison – schickte Trainer Daniyel Cimen eine gegenüber dem Freiburg-Spiel auf zwei Positionen geänderte Mannschaft aufs Feld. Neben dem gesundheitlich angeschlagenen Spielmacher Timo Cecen saßen auch der formschwache Jure Colak und erneut Noah Michel auf der Bank. Dafür kam Christopher Schadeberg, der seine Sache sehr ordentlich machte, auf der ungewohnten Position als linker Außenverteidiger ins Team, Kapitän Vaclav Koutny wechselte dafür in die Innenverteidigung. Christopher Spang nahm nach seiner Muskelverletzung wieder die Position des Sechsers ein. Die Gäste von der Schwäbischen Alb traten mit der gleichen Elf wie beim Heimsieg über Alzenau an.

In einer ereignisarmen Anfangsphase bestimmten viele Ungenauigkeiten das Spiel. Der FC wirkte etwas verunsichert und schien anfangs die ordnende Hand von Spielmacher Timo Cecen zu vermissen. Lange Schläge bestimmten das Spielgeschehen. In der 18. Minute kam dann eine Schlüsselszene des Spiels: Ein Gästespieler rutschte bei einem Pass an der Strafraumgrenze des eigenen Tores aus, so dass der Ball zum freistehenden Nico Rinderknecht kam. Der schaffte es aber nicht, Torhüter-Oldie Daniel Bernhardt zu überwinden. Nach dieser Riesenchance übernahm der FC auf dem Feld das Heft des Handelns in die Hand, Man übte großen Druck auf die Gäste aus, gewann immer wieder Bälle und war unter der Anfeuerung der Gießener Supporters, die dem 50köpfigen, lautstarken Aalener Anhang Paroli boten, deutlich spielbestimmend. Allerdings waren torgefährliche Aktionen (33. Hirst-Kopfball, 37. Koutny-Kopfball) rar gesät.

Wie aus heiterem Himmel fiel dann der 1:0-Führungstreffer für die bis dahin ungefährlichen Gäste. In der 41. Minute setzte sich der Österreicher Toni Vastic, der vom Wiener SK nach Aalen kam, auf dem rechten Flügel durch. Seine scharfe Hereingabe grätschte Kevin Nennhuber völlig unbedrängt ins kurze Eck des eigenen Tores. Fast wären unsere Jungs nach diesem Schrecken noch mit 0:2 ins Hintertreffen geraten, traf doch Kevin Hoffmann noch kurz vor der Pause die Latte des Gießener Tores. So ging Aalen mit einer höchst glücklichen 1:0-Führug in die Pause.

Beide Mannschaften kamen unverändert aus den Kabinen. Dem FC merkte man nun an, dass er unbedingt den Ausgleich erzielen wollte. Man machte das Spiel, erkämpfte immer wieder Bälle und spielte mutig nach vorne, aber immer wieder verhinderten ungenaue Pässe oder technische Fehler eine Torannäherung, oder der letzte Pass kam nicht an So war der Schuss von Marco Koch (59.) nach einem Dribbling die einzig nennenswerte Chance für längere Zeit. Nach mehreren Wechseln in beiden Teams stießen Christopher Spang und der Aalener Wennenwetsch bei einem Kopfballduell mit den Köpfen zusammen (78.) und mussten behandelt weden. Aus dem vom eingewechselten Timo Cecen nach dieser Spielunterbrechung ausgeführten Freistoß entwickelte sich der Ausgleichstreffer (80.). Der Freistoß wurde zuerst per Kopf abgewehrt, aber das Leder kam auf den linken Flügel zu Ricardo Antonaci, dessen Flanke Vaclav Koutny mit einem Hechtkopfball unhaltbar zum verdienten 1:1-Ausgleich in die Maschen setzte.

Die letzten Spielminuten verliefen ohne weitere Höhepunkte, so dass es am Ende bei der Punkteteilung blieb. Diesmal blieb der FC zwar nicht punktlos, aber es wäre ohne das völlig unnötige Eigentor und mit mehr Durchschlagskraft leicht möglich gewesen, diesen Gegner zu schlagen. So bleibt weiter die Hoffnung auf einen Durchbruch in den nächsten Spielen.

 

FC Gießen – VfR Aalen       1:1 (0:1)

SR: Brombacher (Wittlingen)                                    Zuschauer: 892

FC Gießen: Löhe – Antonaci, Koutny, Nennhuber, Schadeberg – Spang, Hofmann, Rinderknecht – Koch (60. Michel), Hirst (83. Ferfelis), Kara (76. Cecen)

VfR Aalen: Bernhardt – Knipfer, Appiah, Windmüller (60. Gerlspeck), Lucas – Wannenwetsch, Grupp – Ramaj (83. Gencal), Hofmann, Dobros – Vastic (67. Kasiar)

Torfolge: 0:1 Nennhuber (41. ET), 1:1 Koutny (80.)

 

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