FC-Sieg in stark umkämpftem Pokal-Krimi

Viertelfinale im Hessen-Pokal erreicht – Cimen wechselt Sieg ein – Doppelter Marceta

Lange nach Spielende ließen sich die FC-Kicker von ihren zahlreich erschienen Fans unter dem Flutlicht im Waldstadion feiern.

Sie hatten allen Grund dazu, denn nach spannenden 120 Minuten war der Regionalligist TSV Stadtallendorf mit 3:0 im wahrsten Sinne des Wortes niedergerungen worden. Deshalb darf man sich erneut auf ein Pokalhighlight Ende November freuen, wenn dann der Sieger des Achtelfinales SC Waldgirmes gegen FSV Frankfurt  im Waldstadion unter Flutlicht zu Gast sein wird.

Während die Gastgeber mit nahezu der gleichen Mannschaft (Ausnahme: TW Jäckel für Sahin) wie gegen Neu-Isenburg antraten, gab Gästetrainer Sicaja drei 18 jährigen Talenten die Chance, sich zu beweisen. 

Nach verzögertem Spielbeginn wegen Zuschauerschlangen (4125 zahlende) vor den Kassenhäuschen entwickelte sich von Beginn an eine kampfbetonte Partie mit vielen Zweikämpfen und beidseitigen Ballverlusten im Mittelfeld. Angetrieben von ihrem stimmgewaltigen Anhang kamen die Gäste aus dem Kreis Marburg zu zwei guten Gelegenheiten (20. und 27. min), die aber einmal vom gut aufgelegten Torhüter Jäckel vereitelt bzw. knapp vergeben wurden. Auf FC-Seite war es Markus Müller, der zweimal gefährlich vor dem Gäste-Torwart auftauchte und einmal an ihm scheiterte sowie einen Hofmann-Pass knapp verpasste. So wechselte man nach 45 Minuten und einem ausgeglichenen Spiel torlos die Seiten.

Zu Beginn der 2. Hälfte hatte der TSV dann ein deutliches Übergewicht, weil es dem FC nicht gelang, sein Spiel durchzusetzen. Abspielfehler und verlorene Zweikämpfe im Mittelfeld ermöglichten es den Gästen mehrfach, gefährlich vor das Tor des FC zu kommen, aber sowohl da Silva (50./51. min.) als auch Baltic (60. min.) und Schott (62. min.) brachten den Ball aus guten Positionen nicht aufs Gießener Tor. Erst die Einwechslungen von Marceta und Koyuncu Mitte der 2. Hälfte als offensivere Variante leiteten eine stärkere Phase des FC ein. Nachdem Jäckel in der 77. Minute glänzend einen Solak-Schuss pariert hatte, wäre beinahe Marceta (82. min.) nach Müller-Flanke die Führung gelungen. Auch ein Lekay-Schuss kurz danach verfehlte nur knapp das Gäste-Tor. Als dann noch Nolte mit seinem Schuss in der 87. Minute nur das Außennetz des Gießener Tores traf, ging es auch torlos in die Verlängerung.

In der ersten Hälfte der Verlängerung überschlugen sich dann innerhalb von 3 Minuten die Ereignisse. Plätscherte das Spiel anfangs so dahin, sorgte dann eine Jäckel-Parade nach fulminantem Solak-Schuss für Aufregung (99. Min.). Und dann kamen die Minuten von Damjan Marceta! Er war es, der in Minute 100 eine Kara-Ecke unhaltbar per Kopf im Gästetor versenkte. 1:0! Kaum hatte der Uhrzeiger zwei Umdrehungen weiter gemacht, war Marceta erneut zur Stelle und wuchtete eine feine Müller-Flanke ebenfalls per Kopf zielsicher ins Gäste-Gehäuse. Nun kochte die Stimmung über und die Gießen-Fans feuerten ihre Mannschaft frenetisch an. Bei den Gästen schwanden die Kräfte und es war nun nur noch wenig von ihnen zu sehen, während der FC auftrumpfte. Zuerst traf Barbaros Koyuncu die Latte, Markus Müller schoss frei am Tor vorbei, aber gegen den Koyuncu-Schuss flach aus 16 Metern nach feiner Einzelleistung war kein Kraut gewachsen (114. Min.).  Somit setzten sich die FC-Kicker mit 3:0 am Ende deutlicher durch, als es dem Spielverlauf eigentlich entsprach. 

Dieser Meinung waren auch die beiden Trainer bei der Pressekonferenz. Gäste-Trainer Sicaja machte seiner Mannschaft keinen Vorwurf für ihre Leistung, bedauerte allerdings ihre Abschlussschwäche. („Im Fußball zählen Tore.“) Daniyel Cimen lobte seine Mannschaft ebenfalls für ihre Leistung, betonte ihre Effektivität vor dem Tor und gab zu, dass das Ergebnis den Spielverlauf nicht widerspiegle. Er freue sich über das Weiterkommen im Pokal und nur das zähle.

Großer Jubel im VIP-Zelt kam auf, als von Seiten des FC Gießen verkündet wurde, dass Daniyel Cimen seinen Vertrag beim FC Gießen um weitere 2 Jahre bis zum 30.6.2021 verlängert hat.

Text: Reinhard Schmandt

Foto: F.Kuhn

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