Gelungener Jahresabschluss im Gießener Waldstadion

Tanzende FC-Spieler auf dem Spielfeld, jubelnde Zuschauer auf den gefüllten Rängen und dröhnende Musik aus den Lautsprechern: so wurde am Dienstagabend der verdiente 2:1-Sieg des FC Gießen im Pokalviertelfinale des Hessenpokals gegen den Regionalligisten FSV Frankfurt gefeiert.

Mit einer starken Leistung verabschiedete sich der FC Gießen in die Winterpause, die nun mit der souveränen Tabellenführung in der Hessenliga und dem Erreichen des Halbfinales im Hessenpokal genossen werden kann, bis dann Mitte Januar Trainer Daniyel Cimen und sein Trainerstab wieder zur Vorbereitung auf die Restrunde rufen.

Die äußeren Bedingungen an diesem kühlen Novemberabend waren hervorragend. Die Zuschauer strömten in Massen zum Spielort und waren vor Spielbeginn Zeugen der Vorstellung der neuen FC-Hymne „Das sind wir“ durch einen Live-Auftritt der Gießener Band „Alles von Ed“. 

Ungefähr mit 10 Minuten Verzögerung wurde dann unter Flutlicht vor rund 3800 Zuschauern die Partie von Schiedsrichter Meinhardt aus Fulda angepfiffen. Die Heimmannschaft trat gegenüber dem letzten Spiel mit einer Veränderung (Torwart Stephen Jäckel für Stammtorwart Tolga Sahin) an, während die Gäste ihre Mannschaft gleich auf 5 Positionen gegenüber der letzten Partie verändert hatten. Von Beginn an standen sich beide Mannschaften auf dem gut bespielbaren Rasen im Waldstadion auf Augenhöhe gegenüber. Während unsere Jungs immer wieder mit längeren Ballpassagen versuchten, die einzige  Sturmspitze Markus Müller in Position zu bringen, waren die Gäste relativ offensiv eingestellt und spielten schnell und überfallartig in die Spitze. Die ersten Torchancen resultierten ausnahmslos aus Freistößen (Cecen, 4.min. und FSV 6. Min.). Und aus einem Freistoß in der 17. Minute entstand so auch der Führungstreffer der Hausherren. Nach einem Foul an dem durchgebrochenen Cem Kara zirkelte Timo Cecen, der an diesem Abend viele wichtigen Akzente setzte, einen Freistoß von links vor das Tor, wo er im Gedränge von einem Gästespieler ins eigene Tor gelenkt wurde. 1:0 für den FC, erneut nach einer Standardsituation!

Aber die Freude über den Führungstreffer war nicht von langer Dauer. Nur 8 Minuten später schloss Marco Koch für die Frankfurter einen ihrer schnell vorgetragenen Angriffe gegen die aufgerückte FC-Abwehr mit dem 1:1-Ausgeichstreffer ab, als er sich nach Vorlage von Arif Güclü auf dem rechten Flügel durchsetzte und unhaltbar für Jäckel flach ins lange Eck traf. In den Folgeminuten schienen die Gastgeber von dem Gegentor deutlich beeindruckt zu sein und der FSV machte das Spiel. Das Glück stand dem FC dabei zur Seite, als Robert Schick einen langen Abschlag seines Torhüters aufnahm, zu einem Solo ansetzte und nur haarscharf am Pfosten vorbei zielte (30.). Zu diesem Zeitpunkt überraschend (39.) fiel dann der erneute Führungstreffer für den Hessenliga-Spitzenreiter. Nach einer schnellen Kombination über links flankte Alban Lekaj auf Markus Müller, der weiter verlängerte auf Barbaros Koyuncu, der mit einem satten Schuss abschloss. Dabei traf er das Bein eines gegnerischen Abwehrspielers, wodurch sich der Schuss über Gästetorwart Marco Aulbach zum 2:1 ins lange Eck senkte.

Ausgesprochen hektisch wurden dann die letzten Minuten der ersten Halbzeit! Nachdem erneut Barbaros Koyuncu bei einem Konter knapp vorbei geschossen hatte (43.), vergab auch Marco Koch nur knapp auf der Gegenseite. Dann der große Aufreger in der Nachspielzeit der ersten Hälfte! Robert Schick auf Frankfurter Seite hatte sich nach einem kurz ausgeführten Freistoß gegen zwei Abwehrspieler durchgesetzt und schoss Michael Fink an, worauf Schiedsrichter Meinhardt auf Handelfmeter für Frankfurt entschied (45 + 3.). Nach Tumulten auf dem Spielfeld trat Dominik Nothnagel vom Elfmeterpunkt an und traf nur den Pfosten.

Somit wurden mit einer glücklichen 2:1-Führung der Gastgeber die Seiten gewechselt und die Zuschauer hatten bis zu diesem Zeitpunkt ein interessantes und hochklassiges Pokalspiel mit einigen spielerischen Höhepunkten gesehen.

In der zweiten Hälfte war der FC über lange Strecken die bessere Mannschaft und kam immer wieder zu Möglichkeiten. Mehreren guten Chancen der Gießener (48. Müller, 52. Antonaci, 54. Kara) stand lediglich eine gute Gelegenheit des FSV (61.) gegenüber. Im Verlauf der 2. Hälfte wurde immer verbissener gekämpft und es kamen einige Härten ins Spiel, wobei der Schiedsrichter mit seinen Entscheidungen nicht immer richtig lag. Durch 3 Auswechslungen versuchte nun der Regionalligist das Spiel noch zu wenden und hier zeigte sich dann, dass der FSV – wie in der Pressekonferenz auch Gästetrainer Alexander Konrad ziemlich enttäuscht äußerte – ein Abschlussproblem hat. Zwei nennenswerten Möglichkeiten des FSV (68. Aschauer; 79. Straub) standen gefährliche Torabschlüsse des FC (75. Nennhuber; 80. Müller) und dicke Konterchancen (86. Lekaj; 89. Michel) entgegen.

Einen unschönen Abschluss dieser rassigen Pokalpartie stellte der Platzverweis für den Frankfurter Kamil Tymlinski in der Nachspielzeit dar, der sich nach einem Zusammenstoß mit Noah Michel bei einem Konter zum Nachtreten hinreißen ließ und berechtigterweise vom Platz gestellt wurde. Kurz darauf erfolgte der Schlusspfiff und die Feiern im Waldstadion konnten beginnen. Insgesamt gesehen verließ der klassentiefere FC Gießen verdient als Sieger den Platz und Trainer Cimen wies in der Pressekonferenz noch einmal auf die Stärke seiner Mannschaft bei Standards hin, die allein 5 Treffer in den letzten Spielen nach Standards erzielt habe.

Bei aller Freude vergaßen es aber unsere Spieler nicht, sich bei all denen zu bedanken, die sie im Verlauf dieser ungemein erfolgreichen Saison unterstützt haben. Dies demonstrierten sie nach Spielende mit einem großen Transparent.

Text: Reinhard Schmandt

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