Neue Chance für Sprung nach vorne

Drittliga-Absteiger Aalen zu Gast – Welches Gesicht zeigt der FC? – Anschluss ans Mittelfeld möglich

Mit dem VfR Aalen aus der baden-württembergischen Kreisstadt am Rande der Schwäbischen Alb (ca. 68 000 Einwohner) stellt sich erneut eine Mannschaft im Gießener Waldstadion vor, die noch vor gar nicht so langer Zeit für mehrere Jahre im deutschen Profi-Fußball-Geschäft zuhause war. Auch der VfR Aalen konnte sich wegen finanzieller Turbulenzen, die 2017 in einer Insolvenz mündeten, nicht mehr in der 2. bzw. 3. Liga halten und spielt seit dieser Saison in der Regionalliga Südwest.

Die größten Erfolge dieses Clubs liegen noch gar nicht so lange zurück. 2008 stieg man in die neu geschaffene eingleisige 3. Liga auf, aus der die Aalener jedoch nach nur einem Jahr wieder absteigen mussten. Nachdem man im Jahr 2010 erneut in die 3. Liga aufgestiegen war, gelang dann in der Spielzeit 2011/2012 der langersehnte Sprung von der dritthöchsten in die 2. Bundesliga. Dort hielt man sich drei Spielzeiten und stieg dann wieder in die 3. Liga ab. Trotz finanzieller Schwierigkeiten (u.a. steuerliche Nachforderungen des Finanzamtes) und Punktabzügen konnte man sich dort bis ins Jahr 2019 halten, in dem dann der Abstieg in die Regionalliga erfolgte.

Nach dem Abstieg kam es in der ersten Mannschaft der Schwarz-Weißen zu einem großen personellen Umbruch. Vom Stammpersonal blieb nur Torhüter Daniel Bernhardt im Team und mit Roland Seitz (ehemals SV Elversberg) übernahm ein erfahrener Regionalliga-Trainer das Kommando in der Ostalb Arena. Seitz, der vor wenigen Tagen seinen Vertrag um weitere zwei Jahre verlängert hat, musste ein völlig neues Team zusammenfügen und setzt dabei in seinem Kader auf eine Mischung von erfahrenen und jungen Spielern mit Potenzial. In dieser Saison strebt man einen sicheren Tabellenplatz im Mittelfeld an.

Nach einem eher mäßigen Start ist der Drittligaabsteiger momentan in der vorgegebenen Zielrichtung unterwegs (10. Platz, 18 Punkte), allerdings liegt man nur zwei Punkte vor dem letzten sicheren Tabellenplatz. Nach zuvor vier sieglosen Partien gelang am letzten Wochenende mit dem mühsamen 1:0-Sieg gegen Alzenau ein erster Befreiungsschlag. Die bisherigen Spiele in der Liga zeigten, dass der VfR eine kompakte, schwer zu bespielende Mannschaft aufs Feld bringt. Am Samstag darf man defensive Gäste erwarten, gegen die der FC geduldig agieren muss. Der VfR steht gut in der Abwehr, hatte bisher eher im Spiel nach vorne Probleme. Deshalb wird der FC wohl viel Ballbesitz haben.

In welcher Verfassung sich unsere Jungs am Samstag präsentieren werden, ist die große Frage, denn bisher wechselten sich Licht und Schatten regelmäßig ab, manchmal sogar von Spielhälfte zu Spielhälfte. Wenn nicht alle Spieler an ihr Leistungslimit gehen und die Fehler in der Abwehr minimieren, sind in dieser Liga keine Spiele zu gewinnen. Das Positive an der momentanen Situation besteht darin, dass immer noch mit einem Sieg die Möglichkeit besteht, sich aus den unteren Tabellenregionen zu verabschieden, auch wenn man sowohl gegen den SSV Ulm als auch in Freiburg durch Niederlagen leichtfertig Chancen vergeben hat, sich im Mittelfeld der Tabelle festzusetzen. Der überraschende Sieg über Bundesligist Eintracht Frankfurt scheint ein Muster ohne Wert gewesen zu sein, denn seitdem verweilt das Team – und allen voran die Abwehr – die in einer Leistungsdelle. Aus diesem Loch sollten sie sich schleunigst verabschieden, um den Klassenerhalt nicht unnötig herzuschenken.

Bis auf den langzeitverletzten Andrej Markovic stehen Trainer Cimen augenblicklich fast alle Spieler zur Verfügung, wobei noch Fragezeichen hinter dem mit muskulären Problemen kämpfenden Christopher Spang und einigen von Erkältung betroffenen Spielern stehen. Auch Tim Korzuschek nimmt wieder vollständig am Mannschaftstraining teil.

Wir hoffen weiter auf den zweiten Heimsieg, Jungs! Enttäuscht eure Anhänger nicht!

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