Frühe Entscheidung gegen biedere Gäste

Während sich die Hausherren mit einer besseren Leistung als am letzten Wochenende vorstellen wollten, hatten die Gäste die Absicht, mutig aufzutreten, um eventuell etwas Zählbares aus dem Waldstadion mitzunehmen. Das sah man der Mannschaft aus der Wetterau in den ersten Minuten auch an, denn sie befand sich ständig im Vorwärtsgang, holte zwei Ecken heraus und zeigte wenig Respekt vor dem Tabellenführer.

FC-Trainer Daniyel Cimen hatte personell Konsequenzen aus der Niederlage in Ginsheim gezogen und ließ von der Stammmannschaft Alban Lekaj und Cem Kara zu Spielbeginn auf der Bank, für die wieder Johannes Hofmann und erstmals Neuzugang Andrej Markovic in der Startaufstellung standen. Sowohl für Torwart Frederic Löhe als auch für Markovic bedeutete dieses Spiel Heimspielpremiere vor ca. 800 Zuschauern in Gießen, während Erdinc Solak nach längerer Zeit wieder ins Waldstadion zurückkehrte.

Nachdem die anfänglichen Gästebemühungen keine Früchte getragen hatten, schlugen die Gastgeber innerhalb von 5 Minuten eiskalt zu und entschieden das Spiel schon frühzeitig. Bereits in der 10. Minute traf Timo Cecen mit einem Foulelfmeter zielsicher flach ins linke Toreck, nachdem Noah Michel bei einem Flankenlauf über die linke Seite im Strafraum gefoult worden war. Wenige Augenblicke später eroberte sich Barbaros Koyuncu im Mittelfeld den Ball und vollendete aus 20 Metern mit einem unhaltbaren Schuss zum 2:0. Doch damit noch nicht genug: In der 16. Minute legte der Vilbeler Jonas Grüter den durchgebrochenen Erdinc Solak auf dem Weg zum Tor und sah zurecht die Rote Karte für eine Notbremse. Der nachfolgende Freistoß von Solak brachte allerdings nichts ein.

Von diesem Zeitpunkt an hatten die dezimierten Gäste aus der Stadt vor den Toren Frankfurts nichts mehr zu bestellen.  Das lauf- und spielstarke Mittelfeld der Universitätsstädter gewann immer wieder die Zweikämpfe im Mittelfeld und spielte schnell in die Spitze. So donnerte dann Noah Michel, der kurz darauf verletzt ausscheiden musste und durch Damian Marceta ersetzt wurde, aus halblinker Position den Ball an den Pfosten (25.) und wenig später vollendete Marceta aus kurzer Entfernung mit seiner ersten Ballberührung zum 3:0. Weitere Chancen von Marceta (35.), Nennhuber (38.) und Koyuncu (43.) bis zur Pause blieben ungenutzt.

Nach der Pause konnten die Gäste einige Male vor dem FC-Tor aufkreuzen, ohne Torwart Frederic Löhe in Gefahr zu bringen, bevor die Hausherren die Zügel wieder anzogen. Nachdem Ricardo Antonaci noch knapp am kurzen Eck vorbei geschossen hatte (57.), fiel in Minute 64 das 4:0 in Kooperation von Marceta und Fink per Kopf nach einer Solak-Ecke. Ein Highlight ereignete sich in der 69. Minute: Zuerst traf Erdinc Solak, der an vielen gefährlichen Aktionen beteiligt war und sich schon gut ins Mannschaftsgefüge einfügte, mit einem satten Schuss den Pfosten. Den abspringenden Ball setzte Marceta dann im Nachsetzen an den Pfosten, bevor die Gäste die Situation klären konnten.

Das 5:0 (72.) resultierte aus einem Freistoß nach einem Foul an Timo Cecen. Den vom eingewechselten Cem Kara ausgeführten Freistoß fälschte ein gegnerischer Abwehrspieler unhaltbar für den Torhüter ins eigene Tor ab. Die letzten 15 Minuten mussten die Gäste dann sogar in doppelter Unterzahl bestreiten, nachdem Bejic wegen einer Verletzung nicht mehr mitwirken konnte und das Auswechselkontingent bereits erschöpft war. So ergab sich nun Chance auf Chance für die torhungrigen Gastgeber. Marceta (76.), Nennhuber (81.) und erneut Marceta (82.) vergaben gute Tormöglichkeiten, bis dann erneut Marceta (84.) zum 6:0 nach Kara-Pass ins leere Tor traf. Seinen vierten Treffer in diesem Spiel hätte Marceta erzielen müssen, als er völlig freistehend einen Korzuschek-Pass am Tor vorbei schob (87.). Den 7:0-Endstand stellte dann Tim Korzuschek mit dem Schlusspfiff her, als er völlig ungedeckt aus Kurzdistanz einen Kara-Pass ins Tor schob.

Wie auch Trainer Daniyel Cimen treffend in der Pressekonferenz feststellte, sollte dieser ungefährdete Sieg nicht zu hoch gehängt werden, stellt er doch lediglich eine Durchgangsstation vor den nächsten schweren Spielen dar. Erfreulich war, dass alle Neuzugänge sich gut ins Spiel einbrachten und dass eine Großzahl von Torchancen herausgespielt wurden – wenn auch gegen einen biederen und schon frühzeitig dezimierten Gegner.

Text: Reinhard Schmandt

Foto: Florian Kuhn

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