Überraschung blieb aus

Verdienter 2:0-Sieg des Spitzenreiters im Waldstadion – Entscheidung durch Auswechselspieler – solide Leistung der Hausherren in erster Halbzeit – gut gefüllter Gästeblock

Alles wie erwartet! Durfte man nach der guten Abwehrleistung unseres FC in der ersten Hälfte und dem uninspirierten Auftritt der Saarländer noch in der Pause  von einem positiven Ergebnis träumen – fast wäre der FC sogar mit dem Halbzeitpfiff durch einen gefährlichen Flachschuss von Jake Hirst ans Außennetz in Führung gegangen -, so wendete sich in den zweiten 45 Minuten entscheidend das  Blatt. Durch zwei effektvolle Auswechslungen im Offensivbereich sorgte Gäste-Trainer Dirk Lottner für viel frischen Wind im Saarbrücker Spiel. Die Gäste waren nun spielerisch deutlich überlegen und  kamen so fast zwangsläufig zu Treffern. Unsere Jungs hatten dem wenig entgegen zu setzen und verloren völlig verdient mit 2:0.

Rekapituliert man die ersten 10 Spiele der Saison, so kommt man zu dem Ergebnis, dass unsere Mannschaft voll im Soll liegt, denn man hatte bis auf den FSV Frankfurt bisher nur Spitzenmannschaften zu Gast, während man in der Fremde vorwiegend gegen Abstiegskandidaten antrat. Elf Punkte sind zwar nicht üppig, aber in den jetzt folgenden 7 Spielen der Vorrunde trifft man ausschließlich auf Mannschaften aus dem Mittelfeld, gegen die Punkte geholt werden müssen. Der augenblickliche 15. Tabellenplatz wird höchstwahrscheinlich nicht zum Klassenerhalt reichen, denn in der 3. Liga schwebt Großaspach erneut in großer Abstiegsgefahr.

Nun zum Spiel: Trainer Daniyel Cimen schickte für den gelbgesperrten Noah Michel den von seiner Sperre zurückgekehrten Nico Rinderknecht in die Startelf und wählte somit eine etwas defensivere Variante. Sonst spielte die gleiche Elf wie in Mainz. Der 1. FC Saarbrücken änderte seine Formation gegenüber dem Dienstagspiel auch nur auf einer Position. Für Tobias Jänicke begann der wieder genesene Torjäger Sebastian Jacob. Es fehlte immer noch der eminent wichtige Fanol Perdedaj. Gut 400 Saarbrücker Zuschauer unter den 2600 unterstützten ihre Mannschaft von Beginn an lautstark.

Nach intensivem Abtasten, wobei die Gäste zweimal nach Ecken gefährlich vor das FC-Tor kamen, lief in der 8. Minute der erste vielversprechende Angriff der Hausherren. Die meisten Spielszenen spielten sich im Mittelfeld ab. Selten kam es zu Situationen in den Strafräumen. Einzig Mendler drang in der 15. Minute in den Gießener Strafraum ein, wurde aber in letzter Sekunde gestoppt. Unsere Jungs standen defensiv gut, meist in einer 4-5-1-Staffelung und verleiteten den FCS zu vielen Pässen ins Leere. Der einzige Stürmer des FC, Jake Hirst, hatte allerdings gegen den respektlos agierenden Bone Uaferro einen schweren Stand. Aufregung in der 26. Minute: Torwart Batz eilte nach einem langen Ball aus seinem Strafraum, verpasste den Ball und um ein Haar wäre Marco Koch ins leere Tor gelaufen, aber Uaferro konnte klären. Erneut Marco Koch war es, der nach einem langen Löhe-Abschlag nur noch in letzter Sekunde gebremst werden konnte (27.). Sonst sah man wenig zusammenhängende Aktionen. Das Spiel war von Zweikämpfen geprägt. Der Ball wechselte ständig im Mittelfeld von einer zur anderen Mannschaft, wobei sich die vielgelobte FCS-Offensive kaum in Szene setzen konnte und arg enttäuschte. Unmittelbar nach dem knapp am Tor vorbei zischenden Flachschuss von Jake Hirst schickte Schiedsrichter Heim (Bruchsal) beide Mannschaften mit einem leistungsgerechten 0:0 in die Kabinen.

Nach der Pause vollzog Trainer Dirk Lottner die entscheidenden Spielerwechsel: Für Timm Golley und Kianz Froese schickte er Tobias Jänicke und Fabian Eisele aufs Feld, Sebastian Jacob wechselte ins Mittelfeld. Somit war der FCS deutlich offensiver aufgestellt. Ein Seitfallzieher von Nico Rinderknecht, der nur knapp das Tor verfehlte, war dann die lange Zeit einzige nennenswerte Gießener Offensivaktion. Sonst spielte nur noch Saarbrücken. Jetzt konnte man auch die Qualität entdecken, die in diesem Team steckt. Vorerst konnte noch Frederic Löhe zwei Mal bravourös einen Rückstand gegen Tobias Eisele (54., 58.) verhindern. Aber unsere Jungs wurden durch die jetzt viel aggressivere Spielweise des Gegners zu Fehlern verleitet und die Abwehr geriet zusehends ins Schwimmen. Auch die Hereinnahme von Vaclav Koutny für Nico Rinderknecht (61.) und die Umstellung auf Fünferkette konnte das Unheil nicht verhindern.

Nach einem blitzsauberen Angriff flankte Anthony Barylla perfekt von rechts nach innen, so dass Fabian Eisele aus kurzer Entfernung zum 0:1 vollstrecken konnte (64.). Nun ging dem FC jede Souveränität verloren. Und bereits 5 Minuten später verlor man im Mittelfeld den Ball, Jurcher erhielt im Strafraum lediglich Begleitschutz, so dass er unbedrängt von der Grundlinie flanken konnte. Tobias Jänicke war es ein Leichtes, zwei Meter vor der Torlinie den Ball zum 0:2 ins Netz zu wuchten.

Nun hatte man den Eindruck, dass die Heimmannschaft resignierte. Der Gegner ließ den Ball laufen und die Gegenwehr erlahmte. Nach weiteren zwei Wechseln (Kara für Hofmann, Bangert für Koch) versuchten unsere Jungs in den Schlussminuten, wenigstens noch das erste Heimtor zu erzielen. Allerdings ohne Erfolg. Lediglich ein Cecen-Freistoß (86.) sorgte noch einmal für etwas Gefahr vor dem Gästetor. So blieb es letztendlich bei der verdienten 0:2-Niederlage  gegen einen besseren Gegner.

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